Verwendung von WMS/WMTS, WFS, WCS in QGIS

Wir sind mit QGIS in der Lage, alle genannten Geodatendienste zu laden und darzustellen. Die Verwendung dieser soll hier gezeigt werden.

Die Einrichtung gestaltet sich einfach, wenn gleich das Ergebnis häufig nicht den Erwartungen entspricht: Geodatendienste welche von „schwachen“ oder überlasteten Servern bereit gestellt werden, oder zu viele Zugriffe erhalten, liefern Daten entweder langsam oder gar nicht!

Eine kleine Voreinstellung: Cache!

Cache-Einstellungen im Menü Optionen mit dem voreingestellten Verzeichnis für Linux (QGIS 3.18)

Alle Webdienste funktionieren nach dem gleichen Schema: Wir senden eine Anfrage an den Dienst-Server indem wir z.B. den Kartenausschnitt verschieben oder den Maßstab ändern. Dieser antwortet uns darauf hin mit den entpreschenden Rasterkacheln/Vektoren und ggf. Metainformationen, so dass diese von unserem GIS-Programm dargestellt werden können. Diese „Datenschnipsel“ werden von QGIS zur schnelleren Darstellung in einem Cache-Verzeichnis bis zu einer gewissen maximalen Größe bereitgehalten. So werden Daten, die bereits angefragt wurden nicht erneut vom Server geholt, sondern aus dem (schnelleren) Cache-Verzeichnis geladen. Das kann die Arbeit enorm beschleunigen und überbrückt zeitweise Verbindungsprobleme, jedoch sollte man hier ein paar Dinge beachten:

  • Das Cache-Verzeichnis sollte auf einem schnellen Laufwerk mit ausreichend Speicherplatz liegen. Auf keinen Fall auf einem Netz- oder Cloud-Laufwerk! Außerdem wäre eine schnelle SSD-Festplatte einer mechanischen HDD vorzuziehen.
  • Die Größe des Cache-Speichers sollte nach Bedarf angepasst werden: Großer Speicher → schnelles Abrufen von bereits geladenen Kartenausschnitten | Kleiner Speicher → Karten-Daten werden häufiger aktualisiert
  • Ein Großer Cache erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die angezeigten Daten „veraltet sind“ da sie z.B. vom Vor oder Vor-Vortag stammen.

Das Cache-Verzeichnis sollte auf keinen Fall auf einem Netz- oder Cloud-Laufwerk liegen! QGIS würde diese Einstellung aber auch nicht treffen. Das Standartverzeichniss für Cache-Speicher unter Windows liegt unter: C:\User\Name\.cache\qgis\

Web Map (Tile) Service (WMS/WMTS)

WMS/WMTS Dienste liefern uns Rasterdaten - es gelten also die entsprechenden Gesetze und Eigenschaften. So sollte für eine optimale Darstellung das KBS des QGIS-Projekts dem KBS des WMS-Dienstes entsprechen um Verzerrungen und gekippte Schriftzüge zu vermeiden. Die Layereinstellungen ähneln demnach auch der „klassischer“ Rasterdaten. Wir können Kontraste und Farben verändern, Vermischen und Transparenzen festlegen etc. 

Im folgenden Video wird gezeigt, wie wir einen WMS-Dienst in QGIS einrichten und verwenden.


In diesem Video wird ein WMS-Dienst hinzugefügt:

Datenquellenverwaltung → WMS/WMTS → Neu → Name und URL angeben

Detailierte Informationen hierzu findet man im QGIS-Handbuch


Sofern es sich um einen freien Dienst handelt, sind Angaben zur Authentifizierung nicht erforderlich.

In einigen Fällen (es werden z.B. keine Daten angezeigt/geladen) könnte es helfen, die Achsenorientierung zu ignorieren!

Ist der Dienst eingerichtet, kann man sich damit verbinden. Es erscheint eine Liste aller verfügbaren Layer welche in das Projekt geladen werden können.

Später lassen sich die WMS-Layer auch bequem über das Browserfenster laden.

Als Standart-Bildkodierung ist JPEG angegeben, klüger ist jedoch das PNG-Format welches zwar ähnlich klein ist, darüber hinaus aber über einen Transparenzkanal verfügt!

 

Hat man beispielsweise eine DTK25 (Digitale Topographische Karte 1:25.000) geladen, so wird diese nur in einem entsprechend sinnvollen Maßstabsbereich (1:5000 bis 1:50000) dargestellt. Außerhalb des Maßstabsbereich wird der Layer nicht geladen. So verhält es sich auch mit den hochaufgelösten Orthofotos! Dieses Verhalten wird vom Server gesteuert - man selbst hat keinen Einfluss darauf!

Mit dem Infotool (Objekt abfragen ) können wir - sofern angeboten - die Metadaten oder Sachdaten eines Rasterobjekts abrufen (GetFeatureInfo)! Im Video zu sehen am Beispeil der Autobahnknoten.

Web Feature Service (WFS)

Im folgenen Video wird gezeigt, wie wir einem WFS-Dienst in QGIS einrichten und verwenden. Die Vorgehensweise ähnelt stark dem Einrichten eines WMS-Dienstes. WFS Dienste liefern uns (Vektor-)Daten mit Attributen/Sachinformationen   


In diesem Video wird ein WFS-Dienst hinzugefügt:

Datenquellenverwaltung → WFS → Neu → Name und URL angeben

Detailierte Informationen hierzu findet man im QGIS-Handbuch


Sofern es sich um einen freien Dienst handelt, sind Angaben zur Authentifizierung nicht erforderlich.

In einigen Fällen (es werden z.B. keine Daten angezeigt/geladen) könnte es helfen, die Achsenorientierung zu ignorieren!

Ist der Dienst eingerichtet, kann man sich damit verbinden. Es erscheint eine Liste aller verfügbaren Layer welche in das Projekt geladen werden können.

Später lassen sich die WFS-Layer auch bequem über das Browserfenster laden.


ToDo's für diese Seite
  • Allgemeine Überarbeitung dieser Seite, ggf. OHNE Screencasts (zugewiesen an map)
  • Es müsste hier auf die steigende Bedeutung der WFS-Dienste im Hinblick auf "Dowloaddienst" hingewiesen werden (zugewiesen an map)
  • ArcGIS REST ist geil und sollte hier erwähnt werden (zugewiesen an map)

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie dem Speichern von Cookies auf Ihrem Computer zu. Außerdem bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzbestimmungen gelesen und verstanden haben. Wenn Sie nicht einverstanden sind, verlassen Sie die Website.Weitere Information

Fragen, Hinweise und Fehler kommen hier hin:

Geben Sie Ihren Kommentar ein. Wiki-Syntax ist zugelassen:
L P O E K