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Die Attributtabelle

Die Attributtabelle gibt die Sachdaten (Attribute) eines Vektor-Layers wieder, denn zu jeder Geometrie gehören neben räumlicher Informationen auch Attribute, welche die jeweilige Geometrie näher beschreiben. Das kann entweder nur die ID sein - welche zwar jede Geometrie besitzt, die in der Attributtabelle aber nicht immer dargestellt wird - oder beliebig viele zusätzliche Informationen (Attribute): z. B. die Höhe eines Berges oder die Anzahl der Einwohner eines Ortes. Die Attributtabelle eines Layers öffnet man entweder durch Rechtsklick auf den Layer → Attributtabelle öffnen oder nach Auswahl des Layers mit dem Button:  in der Menüleiste.

Die Attributtabelle mit Begrifflichkeiten
  1. <fc #ffa500>Zeile</fc> → Geometrie oder Feature
  2. <fc #ffa500>Spalte</fc> → Attribut oder Feld
  3. <fc #ffa500>Zelle</fc> → Wert

Das Erscheinungsbild der Attributtabelle ändert sich mit dem Aktivieren/Deaktivieren des Bearbeitungsmodus . Ist der Bearbeitungsmodus deaktiviert, dient die Tabelle nur zur Wiedergabe der Inhalte: man kann sie suchen, filtern und zu gewählten Geometrien auf der Karte zoomen. Eine versehentliche Änderung der Daten ist ausgeschlossen. Ist der Bearbeitungsmodus jedoch aktiv, so können Spalten, Zeilen und Werte der Attributtabelle verändert, eingegeben oder gelöscht werden. Außerdem ermöglicht der Feldrechner  mit einem umfangreichen Angebot an Funktionen die Berechnung neuer Feldwerte und Virtueller Felder.

Unten rechts im Attributtabellenfenster befinden sich zwei Buttons mit welchen zwischen Tabellen-Ansicht und Formularansicht gewechselt werden kann.

Rechtsklick auf den Tabellenkopf öffnet das Kontextmenü, worüber sich u.A. auch die Reihenfolge der Spalten und deren Sichtbarkeit regeln lässt!

Die Filterfunktionen

Um die angezeigten Zeilen (Features) der Attributtabelle zu reduzieren bzw. zu filtern, stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung (unten links). So ist es möglich, nur die Zeilen anzuzeigen, die:

  • die Ausgewählt sind,
  • im Kartenfenster sichtbar sind,
  • die kürzlich hinzugefügt oder bearbeitet wurden,
  • welche in einem Attribut (Feld) einen bestimmten Wert haben oder
  • welche den Bedingungen eines Ausdrucks (Formel) entsprechen (mehr zu Ausdrücken in der folgenden Lektion: Abfragen und Regeln mit QGIS Ausdrücken*).

Im Tabellenkopf finden Sie die Gesamtanzahl der Einträge, sowie die gefilterten und/oder ausgewählten Spalten. Möchten Sie, dass alle gefilterten Spalten auch gewählt werden, so klicken Sie in die linke, obere Tabellenecke.

Mit dieser Methode können Sie Filtern, Wählen und dann eine beliebige Operation an den gewählten Objekten durchführen (z.B. als neuen Layer exportieren!)

Der Feldrechner

Den Feldrechner kann man nicht nur in der Attributtabellenansicht starten, er befindet sich auch im Hauptmenü sowie unter dem Tab Quellfelder in den Layereigenschaften . Er ähnelt dem Audrucksdialog - und tatsächlich ist es auch der Audrucksdialog nur mit erweiterten Interface zum Anlegen neuer Spalten oder zum Aktualisieren vorhandener. Der eingegebene Ausdruck wird in der neu hinzugefügten Spalte bzw. in der zu aktualisierenden Spalte wirksam. Damit lassen sich beispielsweise Spalten automatisch mit den Werten einer anderen Spalte füllen, oder die Berechnung aus zwei Spalten („Attribut-A“ * „Attribut-B“), oder wie im Screenshot die Fläche in Hektar gerundet auf 2 Nachkommastellen.

Ein virtuelles Feld anlegen: Eine besondere Funktion bieten die virtuellen Felder! Sie funktionieren exakt wie „normale“ Felder (Attribute) mit dem entscheidenden Unterschied, dass virt. Felder sich ständig aktualisieren, sofern Sie einen Ausdruck besitzen. Beispiel: Wir haben ein neues virt. Feld angelegt, mit dem Ausdruck $area/10000. Verändern wir nun die Geometrien des Layers in ihrer Ausdehnung, so wird der neue, tatsächliche Wert in die Attributspalte geschrieben! Bei „normalen“ Spalten müssten wir nach jeder Geometrieänderungen neu berechnen (mit dem Feldrechner).

Virtuele Felder existieren nur in QGIS! Andere GIS verstehen diese nicht. Sie existieren nur im QGIS-Projekt bzw. im Stil des Layers. Sollten Sie jedoch einen Layer oder nur dessen Attributtabelle Exportieren so wird das virtuelle Feld als statisches Feld exportiert. Sie verlieren es also nicht. Nur die automatische Aktualisieren klappt dann nicht mehr.

Es gibt eigentlich keinen Grund, beim Anlegen einer neuen Attributspalte über den Feldrechner, diese nicht als virtuelles Feld zu erzeugen. Sie haben fast nur Vorteile (z.B. kann man den Ausdruck leicht wieder im Tab Quellfelder in den Layereigenschaften ändern!). Sollten Sie jedoch einen komplexen Ausdruck verwenden und viele Geometrien haben, könnte das zu Lasten der PC-Ressourcen gehen.


Aktualisiert: 2021/02/27 01:49

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