Lektion 1: Die Grundlagen der Grundlagen

Bevor wir uns mit Geoinformationssystemen (GIS) auseinandersetzen können, müssen wir ganz am Anfang einsteigen und uns die scheinbar triviale Frage stellen: Was sind Datenund was Informationen?

Daten und Informationen

Wir sind ständig und immerzu Informationen ausgesetzt. Und das ist keine neue Erscheinung, sondern das war schon immer so. Nur die Dichte und Menge nimmt stetig zu. Wenn wir nicht gerade den gesamten Tag alleine im Bett zubringen, sind wir unweigerlich einer Flut an Informationen ausgesetzt. Aber wir sind nicht nur Informationsempfänger, sondern auch Informationsträger und -Produzent.

www.informatikstandards.de_images_content_standards_abbildung3_01.jpgAbb. 1: Daten und Informationen

Für uns scheint klar, was Informationen sind und so stellen wir uns auch nicht die Frage, was es damit im tieferen Sinne auf sich hat. Wir verwenden diesen Begriff ständig und jeder versteht, was damit gemeint ist. Doch aus Sicht der Informatik können wir es bei unserer umgangssprachlichen Beschreibung, nicht belassen. Wir müssen weiter gehen und die Bestandteile von Informationen betrachten: Informationen bestehen aus Daten und einer Interpretation dieser. Aus Daten (Messwerte, Signale…) werden Informationen, wenn diese intraindividuell (vom jeweiligen Individuum) semantisiert werden. Es ist also auch durchaus möglich, dass die gleichen Daten zu unterschiedlichen Informationen führen.

Beispiel: Die Zahl 32 hat für uns keinen informativen Wert, fügen wir jedoch °C hinzu vermag jeder diese Zahl zu verstehen und ggf. Schlüsse daraus zu ziehen. Die Information die daraus entstehen können sind je nach empfinden und Betrachtungsweise:

  • „Es sind 32°C draußen!“  * „Es ist heiß!“ * „Es ist warm!“

Wir müssen also Daten und Informationen unterscheiden. Sensoren nehmen Daten auf, speichern diese oder geben Sie aus. Wir Menschen machen dann Informationen daraus, indem wir die Daten mit unseren Erfahrungen und Empfindungen interpretieren.

Die Informatik dazu:

Daten sind maschinell verarbeitbare Zeichen. Die in einer Nachricht enthaltene Information stellt die Bedeutung der Nachricht dar. Die Übertragung oder Verarbeitung geschieht dann auf der Ebene der Daten, und das Ergebnis wird wiederum vom Mensch als Information interpretiert (siehe Abb. 1). 

 

Die Repräsentation von Information durch Daten und die Interpretation der Daten als Information ist eine gedankliche Leistung des Menschen und findet nicht im datenverarbeitenden System statt.

 

(https://www.informatikstandards.de/index.htm?section=standards&page_id=10)

Weiter gilt:

Die Repräsentation von Information durch Daten und die Interpretation der Daten als Information ist eine gedankliche Leistung des Menschen und findet nicht im datenverarbeitenden System statt.

 

(https://www.informatikstandards.de/index.htm?section=standards&page_id=10)

Wir Unterscheiden Daten nach Ihrem Ursprung in: 

Primärdaten und Sekundärdaten

**Primärdaten**, oder Rohdaten, sind jene Daten, die bei einer Datenerhebung (Messung, Umfrage…) unmittelbar gewonnen werden. Die daraus abgeleiteten Daten werden als **Sekundärdaten**bezeichnet.

Beispiel: Eine Streckenmessung ergab, dass die Entfernung zwischen Ort A und Ort B 100 km beträgt → Primärdaten.

Wenn wir also mit dem Fahrrad von A nach B Fahren und dabei eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 20km/h annehmen, so kommen wir zu der Sekundärinformation (Sekundärdatum): Wir benötigen mindestens 5h um die Strecke A-B mit dem Fahrrad zurück zu legen.

Zusammenfassung:

  • Daten sind Messwerte, Signale oder Umfrageergebnisse * Informationen sind interpretierte Daten * Aus gleichen Daten, können unterschiedliche Informationen hervorgehen * Daten werden in Primärdaten und Sekundärdaten unterschieden

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